Watt und Niederschlag (22.05.2011)

Heute haben wir eine Wattwanderung gemacht. Wir kennen nun diverse Muscheln, einige Krebse und eine Hand voll Gewürm.

Um bei dieser Wanderung dabei zu sein, hat sich das angekündigte Regenband richtig ins Zeug gelegt und uns kurz nach Beginn der Wanderung erreicht. Wir haben es ohne nennenswerte Schäden überstanden. Matheson haben wir vorsichtshalber mal im Rucksack gelassen…. von Meerschweinchen und Seepferdchen, ja sogar von Seekühen und Seeigeln hat man ja schon gehört, aber von Wellenschafen bisher noch nicht!

Nun aber nochmal kurz zu den Muscheln. Unser Wattführer hat zu Beginn der Wanderung zwei Gläser mit Meerwasser gefüllt. In das eine hat er Muscheln hineingeworfen, in das andere nicht. Dann sind wir ein Stück gegangen. Als wir auf dem Rückweg wieder bei den Gläsern angekommen sind, haben die Muscheln das Wasser aus deren Glas gereinigt gehabt. Wir haben auch einen Schluck davon getrunken: Gar nicht mal so lecker! 😉

Vorher:

Nachher:


In 15 Minuten um die Insel (21.05.2011)

Als erste Aktion haben wir eine ca. zweistündige Inselführung gemacht, die vom Hotel angeboten wurde. Dank dem Gästeführer haben wir nun Wege kennengelernt, die wir ansonsten nicht eingeschlagen hätten. Wir haben gelernt, dass die Insel über die Jahrhunderte immer weiter in Richtung Osten wandert und da wo jetzt Westen ist einmal eher der Osten war und der aktuelle Ort auch mal Osten war und jetzt eher mittendrin. (Außerdem kennen wir jetzt diverse Kriegsgräber und Friedhöfe auf der Insel.)

An einem Beobachtungspunkt haben wir mal ein 360° Panorama gemacht (OK, das Schild hat es zerrissen…). Eigentlich sollte man es wie bei Google-Maps bewegen können aber es scheint nicht auf jedem PC/Browser zu funktionieren. Probiert es einfach mal.

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Während der Führung sind wir an einem schönen Rhododendron vorbeigekommen auf dem Matheson, nach ein wenig beschnuppern, einen neuen Freund gefunden hat.

Die zweite Aktion hat uns in 15 Minuten um die Insel gebracht. Das war auf jeden Fall ein Erlebnis, das wir mit gutem Gewissen weiterempfehlen können.



Anbaden und Anschauen (20.05.2011)

Heute konnten wir um 13 Uhr Ortszeit ein Spektakel besonderer Art bestaunen: Das Anbaden. Beim Anbaden stürzen sich viele mutige Menschen und ein ortsansässiger Gott mit dem Namen „Neptun“ (oder Poseidon … oder so) in die kalte Nordsee.



Stefan und ich sind immerhin bis kurz über den Knöchel/ kurz unter das Knie da rein gekommen. Es war wirklich kühl.

Am Nachmittag sind wir auf den alten Leuchtturm gestiegen und haben uns Wangerooge von oben angeschaut. Es ist interessant zu sehen was hier so in den Gärten steht…. ein überdimensionierter Pool, eine BVB-Flagge, der ein oder andere Strandkorb,….

Vor dem Abend haben wir uns Entspannung im Wellnessbereich des Hotels zukommen lassen. Sauna, Pool, Ruheraum und nochmal Sauna. Davon gibt es allerdings aus naheliegenden Gründen keine Fotos… 🙂

Raupüberfall (19.05.2011)

Heute haben wir uns auf den Weg zur Ostspitze der Insel gemacht. Das erste Stück haben wir mit dem Rad zurückgelegt. Wir mussten allerdings feststellen, dass das Ende des ersten Stücks bei Ebbe (z.B. gestern als wir da lang kamen) anders aussieht als bei Flut (z.B. heute als wir da lang kamen). Zum Glück sind wir bei beginnender Ebbe angekommen…

Nachdem wir unsere roten Schlauchboote an Land gezogen hatten, haben wir uns über die Dünen auf die Nordseite begeben. Da sind wir am Strand bis zur Ostspitze der Insel gegangen und haben dort eine ausgedehnte Pause gemacht.

Der Rückweg führte uns auf der Südseite der Insel vorbei an der „Ruine“ des alten Ostanlegers (= einige Holzteile, die aus dem Wasser ragen) und der Strandbake.

Und da passierte es: Matheson wurde Opfer eines Raupüberfalls! Mit viel Mühe konnten wir ihn aus dieser schlimmen Lage befreien….

Rot ist schneller (18.05.2011)

Heute haben wir unsere Fahrräder abgeholt, die wir für 5 Tage vom Hotel gestellt bekommen. Sie sind rot und wir sind (verglichen mit den meisten anderen Inselgästen) schneller!

Wir sind einmal rund um die Insel herum gefahren. Dabei haben wir:

Eine verbotene Durchfahrt benutzt (da war es wegen irgendwelcher Bauarbeiten mit einem Bauzaun zugestellt, die Bauarbeiten beschränkten sich aber auf einen Bagger…. das hindert uns ja eher wenig….).

Matheson beinahe das Fahrradfahren beigebracht (nachdem er gefallen ist, haben wir ihn dann doch lieber sicher verpackt).


Den Westturm gestreift (keine Panik, er steht noch).

Den Fähr-Anleger besucht (und festgestellt, dass Captain Jack mit niederländischer Flagge den Film anscheinend persönlich zum Kinostart nach Wangerooge bringt).

Einen Aussichtspunkt erreicht (und intensiv den Selbstauslöser verwendet).

Jetzt schmerzt das Gesäß. So ist das eben mit dem Erholungsurlaub. 😉

Ankunft in der Flitterwoche (17.05.2011)

Heute Morgen sind wir trotz Urlaub um 7 Uhr aufgestanden, haben uns startklar gemacht und sind ohne Stau aber mit viel Regen am Fähranleger in Harlesiel angekommen.

Der Rest der Reise, also die Fahrt mit der Fähre und der Inselbahn, verliefen ohne Probleme. Genau genommen hat sich, als die Insel in Sicht kam, spontan das Wetter verbessert. Es regnete nicht mehr, wir konnten einen Hauch blauen Himmel sehen und auch die Sonne blinzelte mal durch.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Zimmer (es gab Obst als Willkommensgeschenk!) haben wir schnell gesehen, dass wir an die Luft kommen.

Von Deutschland Wangerooge

Wir waren mit dem Taschendrachen am Strand spazieren und mussten trotz ordentlich Wind feststellen, dass Matheson einfach nicht ans Fliegen kam. So ein Ärger….

Von Deutschland Wangerooge
Von Deutschland Wangerooge
Von Deutschland Wangerooge

Danach sind wir am Strand entlang zum OJE (Oldenburgisches Jugend Erholungswerk) gegangen. Da war Stefan früher mal zu Gast… und es hat sich das eine oder andere verändert (der Flughafen ist viel näher, es gibt einen Spielplatz und ein paar neue Gebäude). Anderseits ist auch vieles gleich geblieben und die Schauplätze von diversen JRK Veranstaltungen sind alle noch da.

Von Deutschland Wangerooge

Der Rest des Abends ist klassischer Wellness-Urlaub: Essen, Internet, Lesen, Schlafen.